
Als unchristlich und unsozial bezeichnet die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Angelika Graf (SPD) die Ankündigung der Bundesregierung, das
Elterngeld auch für erwerbstätige Eltern mit kleinem Einkommen um bis zu 300 Euro im Monat zu senken. Der Referentenentwurf zur Senkung des
Elterngeldes sieht laut Graf vor, dass auch Minijobbern sowie erwerbstätigen Familien, die wegen geringen Einkommens den Kinderzuschlag erhalten,
das Elterngeld gestrichen bzw. gekürzt werden soll. Angekündigt hatte die Bundesregierung bereits, das Elterngeld für arbeitslose Eltern ganz
abzuschaffen und es für mittlere Einkommen zu reduzieren. „Das ist ein Frontalangriff auf die Familien in Stadt und Landkreis Rosenheim. Die Koalition
war angetreten, um Familien zu entlasten. Jetzt geschieht das Gegenteil. Die Familien sollen die schwarz-gelbe Lobbypolitik gegenfinanzieren“,
kritisiert Graf. Während die Bundesregierung 1 Milliarde Euro im Jahr zusätzlich für die Hotelsubventionierung ausgebe, hole sie sich nun 600 Mio. Euro
davon bei den Familien mit kleinen und mittleren Einkommen zurück. „Viel unsozialer geht es kaum“, so Graf.






